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Segelklub Juist

Steht der Juister Bootshafen schon nach acht Jahren vor dem Aus?

Eingereicht von S.Erdmann am 01. Mär 2016

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Dem Segelklub Juist (SKJ) steht das Wasser - oder besser: der Schlick - bis zum Hals! Am Freitagabend findet um 18:30 Uhr eine Stegmieterversammlung im Bootshaus statt, wo es darum gehen wird, ob der Juister Bootshafen bereits nach acht Jahren seines Bestehens vor dem Aus steht. Dem SKJ wurde nun von der Gemeinde untersagt, den Schlick aus dem Hafenbecken mittels Eggenboot zu entfernen. Ohne eine solche Maßnahme ist der total verschlickte Hafen aber unbenutzbar.

Eigentlich sollte bereits in der kommenden Woche ein solches Eggenboot kommen, um den Hafen für die Saison aufzuklaren. Doch nach einem Behördengespräch am 23. Februar untersagte der Bürgermeister drei Tage später dem SKJ die Benutzung eines solchen Schiffes. Diese Maßnahme würde nach Meinung der Gemeinde das Anlaufen des Fährhafens und somit die Versorgung der Insel gefährden. „Für uns kam dieses Schreiben aus heiterem Himmel“, so Olaf Weers, Vorsitzender vom SKJ. Er musste nun das Räumboot eiligst wieder abbestellen.

Der SKJ soll den Schlick an Land auf ein Spülfeld verbringen, so die Gemeindeverwaltung. „Das ist sehr viel teurer und können wir nicht bezahlen“, so Weers. Schon jetzt zahlen die Hafenlieger eine erhebliche Baggerumlage. Würde man diese weiter erhöhen, müssten viele Wassersportler ihr Hobby aufgeben. Auch eine Umlegung auf die Gastlieger ist nicht möglich, da diese dann auf günstigere Inselhäfen ausweichen würden.

Zusammen mit der Gemeinde sucht der Vorstand derzeit nach anderen Lösungsmöglichkeiten, diese sollen auf der Versammlung am Freitag vorgestellt und besprochen werden. Daher sei es wichtig, wenn so viele Bootseigner wie möglich zu dem Termin kommen würden, so Weers.

Unser Archivfoto zeigt das Eggenboot „Bizon“ im vergangenen Frühjahr, dass in den letzten Jahren den Bootshafen befahrbar hielt. Jetzt darf es nicht mehr eingesetzt werden, weil es die Inselversorgung gefährdet.
JNN-ARCHIVFOTO: STEFAN ERDMANN

 

Kommentare

  1. Schlickegge
    Ich habe mal versucht, nachzuvollziehen, was so eine Egge macht. OK, das erkennt man schnell, das Ding wirbelt den Schlick auf, der dann mit dem Ebbstrom abtransportiert werden soll. Wir alle kennen aber doch das minimale Gefälle im Juister Watt. Der aufgewirbelte Schlick lagert sich zwingend an falscher Stelle an. Angenommen das liefe top, dann würde sich dieser Schlick im Juister Watt ablagern...
    Das ist für den Hafen gut, für die Fahrrinne möglicherweise katastrophal. Da wird das Baggern nicht mehr so einfach möglich sein.

    Es kann aber auch nicht sein, dass man so eine tolle Sporthafenmole baut, die dann nicht mehr genutzt werden kann. Selbst als Nicht-Skipper empfinde ich diese Anlage in Funktion als Bereicherung. Es ist eine Freude mit anzusehen, wie die Sportboote dort verkehren.

    Diese tolle Anlage wurde ja auch nicht allein errichtet, um das neue Wahrzeichen aufstellen zu können. Logisch ist, dass hier gebaggert werden muss. - Nur das ist deutlich teurer und bedeutet auch mehr Aufwand. WER ZAHLT ?

    Da es um den Verkehr von und zur Insel geht und der Eintrag an Schlamm in den gesamten Hafen und diese fraglichen Bereich insbesondere durch Fähr- und Frachtverkehr mit beschleunigt wird, könnte man gut und gerne die Meinung vertreten, dass es sich um eine Nebenfolge öffentlicher Verkehrswege handelt.

    - das alles sind nur die Überlegungen eines Laien, es eilt aber wohl, denn eine Saison ohne Betrieb kann auch keine Alternative sein.

    Wahrscheinlich war die Anlage des Hafens an der gewählten Stelle schon falsch...

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