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Aus der Region: Nahost-Konflikt belastet Tourismuswirtschaft in Ostfriesland
Die wirtschaftliche Lage in der regionalen Tourismuswirtschaft hat sich deutlich eingetrübt. Die Kombination aus hohen Kosten, zunehmender Preissensibilität der Gäste und internationaler Unsicherheit belastet die Branche. Das ist das Kernergebnis der aktuellen Saisonumfrage der IHK für Ostfriesland und Papenburg.
Der Konjunkturklimaindex des Gastgewerbes, der die aktuelle Lage und die Zukunftsaussichten in einem Wert zwischen 0 und 200 Punkten zusammenfasst, ist auf 85 Punkte gesunken. Im Herbst 2025 lag er noch bei 110 Punkten. 28 Prozent der Betriebe der Region bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“, während 19 Prozent ihre Lage als „schlecht“ einschätzen.
Besonders pessimistisch fallen die Erwartungen für die kommende Saison aus: 44 Prozent rechnen mit einer ungünstigeren Geschäftslage, nur neun Prozent mit einer Verbesserung.
Als größte Risiken nennen die Betriebe des Gastgewerbes die Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreise (91 %), die Arbeitskosten (70 %) sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (63 %).
Hauptursache für die trübe Stimmung im Gastgewerbe bleibt der anhaltend hohe Kostendruck bei gleichzeitig wachsender Preissensibilität der Gäste. Viele Betriebe stoßen mit weiteren Preissteigerungen zunehmend an Grenzen. „Die Betriebe stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreise sowie Arbeitskosten bleiben hoch, gleichzeitig reagieren Gäste deutlich sensibler auf Preise und schränken ihre Ausgaben stärker ein“, sagt Max-Martin Deinhardt, Hauptgeschäftsführer der IHK-Ostfriesland und Papenburg.
Die IHK-Saisonumfrage wurde vom 08. April bis zum 07. Mai 2026 durchgeführt. An der Umfrage beteiligten sich rund 65 Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie und Campingwirtschaft.
TEXT: IHK FÜR OSTFRIESLAND UND PAPENBURG

