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TSV Juist: TSV Juist überrascht im Kreispokal mit 3:1 gegen SuS Frisia Norddeich

Beigetragen von F.Schmermbeck am 27. Jul 2026 - 12:25 Uhr

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Mit einem Überraschungserfolg hat der TSV Juist am Sonntagnachmittag die erste Runde des Kreispokals für sich entschieden. Vor mehr als 300 Zuschauern setzte sich die Mannschaft im heimischen Dünenkessel mit 3:1 gegen den favorisierten SuS Frisia Norddeich durch und zog verdient in die nächste Pokalrunde ein.

Bereits vor dem Anpfiff herrschte eine besondere Atmosphäre. Gegen 14:00 Uhr liefen beide Mannschaften gemeinsam mit den Nachwuchsspielern des TSV Juist als Einlaufkinder auf den Platz. Trotz kräftigen Windes und immer wieder einsetzendem Regen hatten sich mehr als 300 Zuschauer rund um den Dünenkessel versammelt. Darunter waren zahlreiche Gäste aus Norddeich, aber auch viele Insulaner, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten.
 
Mit dem Anpfiff entwickelte sich sofort ein spannendes Pokalspiel. Bereits in den ersten Minuten wurde deutlich, dass sich beide Mannschaften nichts schenken würden. Je eine Gelbe Karte, mehrere gute Torchancen und schließlich das 1:0 durch Betim Kameri (Nr. 10) sorgten dafür, dass die Partie schnell Fahrt aufnahm.
 
Wind und Regen machten beiden Mannschaften das Leben schwer. Wie stürmisch es zeitweise war, zeigte sich auch abseits des Spielfelds. Eine kräftige Windböe erfasste einen großen Schirm an der Zuschauertribüne und wehte ihn über das Mannschaftshäuschen. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt.
 
Kurz vor der Pause verhinderte Moritz Langer mit einem spektakulären Rettungssprung auf der Linie den möglichen Ausgleich und hielt damit die Juister Führung fest. Auch das Abwehrduo um Lasse Westermann und Derk Rose zeigte eine starke Leistung und machte es den Gästen immer wieder schwer, gefährlich vor das Juister Tor zu kommen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der TSV sogar noch die Chance, den Vorsprung auszubauen, der Ball ging jedoch über das Tor.
 
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hochspannend. Wenige Minuten nach Wiederbeginn erhielt Frisia Norddeich einen Elfmeter, setzte den Ball jedoch nur an die Latte. Direkt im Gegenangriff schlug der TSV eiskalt zu. Der Juister Stürmer mit der Nummer 20 nutzte seine Chance und erhöhte auf 2:0.
 
Norddeich gab sich jedoch nicht geschlagen und verkürzte nach einem Freistoß auf 2:1. Wenig später musste ein Spieler der Gäste nach einem Foul verletzt vom Platz. Der Juister Spieler mit der Nummer 8 sah in dieser Situation die Gelb-Rote Karte, sodass der TSV die letzten rund 20 Minuten in Unterzahl bestreiten musste. Doch auch mit einem Mann weniger kämpften die Juister um jeden Ball. Die Defensive hielt dem Druck der Gäste stand, ehe der Juister Angreifer mit der Nummer 20 mit seinem zweiten Treffer den 3:1-Endstand perfekt machte.
 
Bis zum Abpfiff um 15:50 Uhr versuchte Frisia Norddeich noch einmal alles, doch der TSV ließ kaum noch gefährliche Chancen zu. Mit dem Schlusspfiff brach im Dünenkessel großer Jubel aus. Spieler, Trainer und Fans feierten gemeinsam den verdienten Einzug in die nächste Pokalrunde.
 
Im Gespräch mit JNN zeigte sich Mannschaftskapitän Derk Rose selbst überrascht vom Spielverlauf. Mit einem solchen Erfolg gegen den favorisierten Gegner habe die Mannschaft nicht gerechnet. Umso größer sei der Stolz auf die geschlossene Mannschaftsleistung gewesen.
 
Nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben war für beste Stimmung gesorgt. Der TSV Juist hatte wie gewohnt Bratwürste sowie warme und kalte Getränke vorbereitet. Außerdem konnten Fans an einem kleinen Merchandise Stand TSV Schals erwerben. Pünktlich zur zweiten Halbzeit ließ sich auch die Sonne wieder blicken und sorgte für einen stimmungsvollen Abschluss eines rundum gelungenen Fußballnachmittags.
 
Trainer Ingolf Kleinau bedankte sich nach dem Spiel ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Unterstützern. Lange Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Sonntag empfängt der TSV Juist im heimischen Dünenkessel den SV Leezdorf zur nächsten Runde im Kreispokal.

TEXT UND FOTOS: FRIEDERIKE SCHMERMBECK