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TSV Juist: TSV Juist scheidet nach spannendem 4:5 aus dem Pokal aus

Beigetragen von F.Schmermbeck am 04. Aug 2026 - 12:01 Uhr

Bild 0 von TSV Juist scheidet nach spannendem 4:5 aus dem Pokal aus

Ein Fußballspiel mit neun Toren und Spannung bis zum Abpfiff erlebten die Zuschauer am Sonntag im Juister Dünenkessel. In der zweiten Pokalrunde musste sich der TSV Juist dem SV Leezdorf am Ende knapp mit 4:5 geschlagen geben. Dabei sah es zwischenzeitlich nach einer deutlich klareren Angelegenheit für die Gäste aus. Doch Juist kämpfte sich gleich zweimal zurück und machte die Partie bis zum Schluss spannend.

Bei strahlendem Sonnenschein, Musik vom DJ und guter Stimmung liefen beide Mannschaften vor insgesamt 379 Zuschauern, darunter 99 Kinder, auf dem Juister Sportplatz ein. Neben vielen Insulanern waren auch zahlreiche Gäste und Kurgäste dabei.

Für den TSV begann die Partie allerdings alles andere als optimal. Bereits nach vier Minuten brachte Leezdorfs Kapitän Sven Adelmund die Gäste in Führung. Juist wirkte in der Anfangsphase ungewohnt unsortiert. Im Vergleich zum vorherigen Spiel musste die Mannschaft auf mehreren Positionen umgestellt werden. Besonders die Abwehr war neu formiert. Wie Kapitän Derk Rose nach der Partie erklärte, standen drei Spieler aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung, einer davon verletzungsbedingt.

Leezdorf nutzte die Unsicherheiten konsequent. Lukas Eilers erhöhte in der 33. Minute auf 2:0, Andre Peters legte in der 39. Minute zum 3:0 nach. Die Gäste wirkten in dieser Phase kontrollierter, hatten einen klaren Plan und setzten diesen besonders zu Beginn konsequent um.

Eine für Juist bittere Szene hatte es zuvor nach einem Foul im Strafraum gegeben. Moritz Langer verwandelte den fälligen Elfmeter zunächst, doch der Strafstoß musste wiederholt werden. Beim zweiten Versuch ging der Ball über das Tor, der Anschlusstreffer blieb aus.

Kurz vor der Pause zeigte Juist dann seine stärkste Phase der ersten Halbzeit. Arian Sander verkürzte in der 44. Minute auf 1:3, in der Nachspielzeit traf Marcel Czapla zum 2:3. Innerhalb weniger Minuten war die Partie wieder offen. Entsprechend laut wurde die Mannschaft beim Gang in die Halbzeitpause von der Juister Fankurve empfangen.

Doch direkt nach Wiederanpfiff folgte der nächste Rückschlag. Mirko Lars Janssen traf in der 47. Minute zum 2:4. Andre Peters stellte mit seinem zweiten Treffer in der 65. Minute den Drei Tore Abstand wieder her. Beim Stand von 2:5 schien die Partie erneut entschieden.

Das Spiel blieb körperlich und phasenweise zerfahren. Kleine Fouls und Nickeligkeiten führten zu mehreren Gelben Karten auf beiden Seiten. Trotz der Intensität blieb die Begegnung insgesamt fair. Leezdorf wirkte über weite Strecken kontrollierter und körperlich etwas frischer, während beim TSV gerade im weiteren Spielverlauf konditionelle Defizite sichtbar wurden.

Doch Juist gab sich nicht geschlagen. Gerade gegen Ende der zweiten Halbzeit wurde der TSV wieder stärker und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. In der 89. Minute traf erneut Arian Sander zum 3:5. Als Rune Westermann in der Nachspielzeit auch noch auf 4:5 verkürzte, war der Dünenkessel endgültig wieder da. Plötzlich schien sogar der Ausgleich noch möglich.

Viel Zeit blieb dafür allerdings nicht mehr. Kurz darauf war Schluss. Gerade angesichts einiger Unterbrechungen während der Partie hätten sich Mannschaft und Zuschauer durchaus noch ein paar zusätzliche Minuten gewünscht.

Nach dem Abpfiff überwog beim TSV deshalb nicht nur die Enttäuschung. Die Mannschaft ließ sich noch einmal von der Juister Fankurve feiern und ging trotz des Ausscheidens mit erhobenen Köpfen vom Platz. Die kurzfristig notwendig gewordene Neuformierung der Defensive hatte die Aufgabe zusätzlich erschwert. Gerade vor diesem Hintergrund zeigte die neu zusammengestellte Abwehr über weite Strecken eine beachtliche Leistung.

Für den TSV Juist endet damit die Pokalreise in der zweiten Runde. Was bleibt, ist ein unterhaltsames Spiel mit neun Toren, zwei Juister Aufholjagden, einer lautstarken Fankurve und Spannung bis zum Schluss. 

TEXT UND FOTOS: FRIEDERIKE SCHMERMBECK