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Juister Schüler brachten 23 Kartons mit Sachspenden auf den Weg

Eingereicht von S.Erdmann am 12. Dez 2014

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Von großem Erfolg gekrönt war eine Aktion der Schüler und Schülerinnen der Kasse 8/9 HS der Inselschule Juist, die sich zur Aufgabe gemacht hatten, in diesem Jahr zu Weihnachten einen Beitrag gegen die Kinderarmut in Deutschland leisten zu wollen. Sie sammelten Spielsachen, Winterkleidung, Bücher, Mal- und Zeichensachen für Kinder, die ansonsten auf Weihnachtsgeschenke verzichten müssen. Stolz konnten sie dreiundzwanzig Kartons packen und an die Aktion Mahlzeit e.V. in Bremen schicken.

Im Unterricht wurde das Thema Kinderarmut behandelt; eine Problematik, die an Inselkindern oft vorbei geht, da sie auf den Inseln nicht so erkennbar ist. Lehrerin Jennifer Fisser zeigte eine Dokumentation darüber, wo unter anderem Kinder davon berichteten, dass deren Mütter froh seien, wieder halbtags arbeiten zu können, denn „nun könne man wieder regelmäßig Brot kaufen“. Dass es in Deutschland so viele Familien gibt, wo das Geld für das Grundlegendste, nämlich Lebensmittel und Kleidung, fehlt, führte zu dem Wunsch der Schüler, zu helfen.

In der „Aktion Mahlzeit“ fand man in Bremen einen Verein, der diese Art von Unterstützung benötigt, um sie an die Bedürftigen weiter verteilen zu können. So kam es zu dem Aufruf für Sachspenden. Erst bei den Eltern und Mitschülern der anderen Klassen; nachdem es nur sehr schleppend anlief, auch über das Netzwerk Facebook und die Juister Internetzeitung JNN. Von da an kamen täglich Leute zur Schule, um Dinge für diesen Zweck abzugeben. Selbst Bürgermeister Dietmar Patron, der zwar selbst keine Kinder hat, wurde noch fündig und brachte eine gefüllte Tasche vorbei.

Der Förderkreis der Inselschule erklärte sich bereit, die Kosten für das Paketporto zu tragen. Ebenso übernahm die Firma Elektro-Abel, welche die Postfiliale auf Juist betreibt, als Spende die Portokosten für zwei der Pakete. Im Werkraum der Schule wurde eifrig gesammelt und schließlich alles in Kartons gepackt und versandfertig gemacht.

„Die Portoauslagen lohnen sich, denn es wurden zum Teil sehr hochwertige Dinge gespendet“, so Jennifer Fisser. Von Stofftieren über Playmobil-Artikel, neuen und unbenutzten Tuschkästen, Spielen und Jugendbüchern war alles dabei. Ebenso auch zahlreiche Kleidungsstücke aller Art. Schüler und Lehrerin waren überrascht von der großen Menge der Spenden, ebenso darüber, dass sich die Spender fast alle daran hielten, nur intakte Gegenstände abzugeben. Die Schüler gehen in diesem Jahr sicher mit einem guten Gefühl in die Weihnachtsferien, hatten die doch zugleich ein neues Erlebnis, nämlich zu sehen, was man gemeinsam erreichen und tun kann, um Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht.

Unsere Fotos entstanden am Tag, wo die Spenden unten im Werkraum der Inselschule verpackt und gemeinsam zur Post gebracht wurden.
JNN-FOTOS: STEFAN ERDMANN (3), JENNIFER FISSER (4)

Fotogalerie
 

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