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Fahne vom Schützenverein wurde in Bayern grundsaniert

Eingereicht von S.Erdmann am 13. Jan 2016

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Die alte Fahne vom Juister Schützenverein ist nach einer umfangreichen Sanierung wieder auf der Insel. Die historische Fahne, kurz nach der offiziellen Vereinsgründung 1957 entstanden, war stark abgängig und konnte nur durch das hohe handwerkliche Können einer alten Stickerei in Bayern gerettet werden. Rund 3.500 Euro mussten die Schützen dafür aufwenden, sie konnten aber zum Teil auf Spenden zurückgreifen, ebenso unterstützte die Juist-Stiftung das Projekt mit 500 Euro.

Auf der Jahreshauptversammlung vom Schützenverein fand die Übergabe des symbolischen Schecks durch Inka Extra und Dieter Brübach vom Vorstand der Juist-Stiftung statt. Als der Schützenverein wegen eines Zuschuss zu dieser Maßnahme anfragte, sei man im Vorstand erst verwundert gewesen, so Vorstandsvorsitzende Inka Extra. Doch schon bald sah man die große Historie, die in dieser Fahne steckt, und fortan war man sehr motiviert, diese Sache zu unterstützen.

Olaf Hollwedel, Vorsitzender vom Schützenverein, dankte der Stiftung und den anderen Sponsoren und Spendern, er sei froh, dass man diesen wichtigen Teil der Vereinsgeschichte nicht nur erhalten, sondern auch weiterhin bei vielen Veranstaltungen nutzen kann. Julia und Ulrich Löhmann, die sich sehr intensiv um das Projekt gekümmert hatten, präsentieren unter großem Beifall die Fahne. Anfänglich hatte sich Ruth Mundt darum gekümmert und eine Stickerei in Hamburg aufgetan, doch neben einem Kostenvoranschlag von 5.000 Euro sah man mit gemischten Gefühlen, dass die Fahne mehr erneuert als saniert werden sollte.

Bei einem Messebesuch in München unternehmen die Löhmanns einen Abstecher nach Olching, wo es mit der Stickerei Eibl noch einen alten Fachbetrieb gab, der sich auf solche speziellen Arbeiten spezialisiert hat und zudem noch die alten Maschinen dafür hat. „Hier waren wir an der richtigen Adresse, denn diese Firma hat nicht erneuert, sondern die verschlissene Seide komplett überstickt, so dass die alten Stickereien mit den vielen Details weiterhin vorhanden sind“, so Julia Löhmann. Und ihr Mann ergänzte: „Wer wie wir gesehen hat, was für eine aufwändige Arbeit so eine Sanierung ist, wird auch sagen, dass die veranschlagten Summe ein fairer Preis ist.“

Es sei heute durchaus üblich, solche komplett sanierte Fahnen auch neu zu weihen, deshalb sprach sich der Schützenverein auch dafür aus, eine solche Weihung durchführen zu wollen. Dieses soll anlässlich der Jubiläumsfeier und Kreisschützenverbandssfestes am 5. März stattfinden, entsprechende Vorbereitungen laufen bereits. Inselpastorin Elisabeth Tobaben hat bereits erklärt, dass gerne machen zu wollen. Kein anderer Verein auf Juist hat so eine Fahne, die zugleich auch als Ausdruck für die Solidargemeinschaft gilt.

Der Schützenverein wurde 1956 bereits gegründet und nahm seine Aktivitäten auf, die erste Jahreshauptversammlung gab es im Januar 1957, deshalb gilt das als offizielles Gründungsdatum. Auf der Flagge ist die Zahl 1959 eingestickt, in dem Jahr fand die Fahnenweihe statt. Günter Janssen ist das einzige Mitglied im Juister Schützenverein, das seinerzeit bei dieser Weihe dabei war und freut sich natürlich besonders, dieses 57 Jahre später noch einmal erleben zu dürfen.

Unser Foto zeigt (vorne v.l.n.r.) Schützenvereinsvorsitzender Olaf Hollwedel, Inka Extra, Vorstandsvorsitzende der Juist-Stiftung und Vorstandsmitglied Dieter Brübach. Hinten halten Schützenkönig Erich Janssen (links) und Ulí Löhmann die grundsanierte Fahne. Zwei weitere Bilder zeigen die beiden Seiten der Fahne.
JNN-FOTOS (3): Stefan Erdmann

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