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News: Auf Juist braucht an Heiligabend niemand allein zu sein

Beigetragen von S.Erdmann am 26. Dez 2025 - 19:40 Uhr

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Auch auf Juist gibt es Menschen, die Weihnachten alleine sind. Vielleicht, weil die Kinder oder auch Eltern auf dem Festland leben, die Personen geschieden, der (Ehe)Partner verstorben ist oder einfach ledig sind. Weihnachtsstuben oder ähnliches gibt es auf Juist nicht, was also machen diese Menschen an Heiligabend.

Diese Frage stellte sich auch Rainer Weyers und fand eine Lösung. Zusammen mit seiner Frau Brigit organisierte und sponserte er nun zum zweiten Mal eine gemütliche Zusammenkunft mit gemeinsamen Festessen zum heiligen Abend.

Weyers, der ein Architekturbüro in Herne mit Filiale in Hamburg betreibt, aber auf Juist in der Carl-Stegmann-Straße in seinem Haus lebt, hat ein großes Herz für die Insel, die inzwischen seine Heimat ist, und dessen Bewohner. Er bringt sich gerne ein, kümmert sich um denkmalgeschützte Häuser, hilft der Juister Wohnungsbaugenossenschaft bei ihren Projekten und hatte sogar unentgeltlich einen Plan für ein neues Feuerwehrhaus erstellt (dessen Ausführung allerdings dann von der Verwaltung verhindert wurde).

Und so entstand im Vorjahr die Idee für das gemeinsame Essen der Alleinstehenden. Damals war es gerade mal eine Handvoll Teilnehmerinnen, denn Männer waren nicht dabei. Das war in diesem Jahr anders, insgesamt elf Juisterinnen und Juister hatten sich bei Carsten Poppinga, der die Anmeldungen in seinem Pressehandel annahm, gemeldet. Eine offene Tür liefen die Weyers dabei wieder bei Axel Rippe ein, der sein „Lütje Teehuus“ zur Verfügung stellte und auch dessen Personal zog mit.

So freuten sich die Teilnehmer und das Gastgeberehepaar über ein hervorragendes Drei-Gänge-Menü von Koch Lars Volbrecht und seinem Küchenteam sowie den aufmerksamen und netten Servicemitarbeiterinnen. Dazu trug Jochem Nehm zwischendurch ein paar kleine Geschichten und Gedichte, mal besinnlich, mal heiter, vor.

Nicht unerwähnt bleiben darf dabei die Freiwillige Feuerwehr, die auch am Heiligen Abend parat war und einen Fahrdienst für die älteren Gäste durchführte. War es im Vorjahr Iris Arneke, die diesen Part übernommen hatte, stand in diesem Jahr Meint Habbinga als Fahrer zur Verfügung.

Von allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön für diesen Abend an Birgit und Rainer Weyers, an Axel Rippe und das Team vom Teehuus sowie Meint Habbinga von der Feuerwehr.

Übrigens sollten noch einige Teilnehmer später im „Landunter“ gesehen worden sein. Wirt Lasse Ahrens hatte die alte Tradition der „Welle“ übernommen, zu späterer Stunde wieder ein Lokal an Heiligabend zu öffnen, auch dieses Angebot wurde von vielen Juistern, Gästen und Mitarbeitern dankbar angenommen.

TEXT: STEFAN ERDMANN
FOTOS: MARGRITH BUCHER

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