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News: Winterzeit ist Bauzeit: Rundgang über Juist – 1. Teil
Zeit für einen Rundgang über die Insel, um zu sehen, was sich in diesem Winter baumäßig tut. Insgesamt gesehen wird in diesem Jahr weniger gebaut als in den Vorjahren, aber dennoch passiert jede Bausaison was, vielfach finden kleinere und größere Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an den Gebäuden statt.
Weithin sichtbar die Arbeiten am Hotel „Pabst“ in der Strandstraße, wo das Dach am südlichen Teil des Gebäudes erneuert wurde. Tätig war hier vor allem mit der Firma „Juist Dach“ ein Juister Unternehmer (ehemals Baugeschäft Gebr. Rehfeldt). Das Foto oben auf der Startseite entstand Mitte November, auf dem zweiten Foto ist der Baufortschritt gut zu erkennen, es entstand kurz vor Weihnachten.
Blicken wir ins Loog, einzige Baustelle dort ist das Haus „Oldenburg“ in der Hammerseestraße. Die Pläne, dort den Loogster Lebensmittelladen zu errichten, wurden ja bereits in vergangenen Winter zu den Akten gelegt, nachdem die Firma Gillet den bisherigen Laden kaufen und grundlegend sanieren konnte (wir berichteten). Im Haus „Oldenburg“ sollen jetzt aus den Zimmern kleine Wohnungen für die Mitarbeiter werden. Dazu wurde das Haus praktisch entkernt. Wenn man gutes Personal auch längerfristig an den Betrieb binden möchte, sind entsprechende Wohnmöglichkeiten ein absolutes Muss, so Norbert Gillet im Gespräch mit JNN. Zudem finden – wie schon im Vorjahr im Ladenhaus in der Memmertstraße - umfangreiche energetische Maßnahmen statt. Foto Nr. 3 entstand ebenfalls Mitte November, das nächste Foto wurde aktuell vor Weihnachten aufgenommen.
Foto Nr. 5: Dieses „Bauwerk“ findet bei den Anwohnern der Siedlung teilweise wenig Anklang und wird von diesen bemängelt. Das Haus-Namensschild des Ferienhauses „Ameke“ (früher Lehniger und Lehniger-Barels) erscheint ihnen zu groß und steche durch die grelle Warnfarbe zu sehr ins Auge. Das Zeichen selbst wurde in seiner Gestaltung den Hinweisen auf Strandaufgänge angelehnt.
Foto Nr. 6: Es gibt sogar schon Bauarbeiten, die erfolgreich abgeschlossen sind. So am Haus „Ludwigslust“, wo die Ostwand mit Wärmedämmung versehen und verklinkert wurde.
Foto Nr. 7: Auch dieses Foto stammt von Mitte November und die Arbeiten sind ebenfalls abgeschlossen. Der NLWKN hat nun die östlichen Aufgänge an der Deichscharte am Hafen erneuert und mit einem Schutzgeländer versehen, womit die Unfallgefahr für Fußgänger, welche den Wanderweg (Wanderweg, kein Fahrradweg, nebenbei bemerkt) auf der Deichkrone benutzen möchten, verringert wird. Im vergangenen Winter wurde bereits die Westseite ebenso umgebaut.
Fotos Nr. 8 und 9: Größte Baustelle ist in diesem Winter der Neubau in der Friesenstraße. Mit den Arbeiten wurde bereits nach dem Abbruch des Hauses „Südwind“ im vergangenen Herbst begonnen und nun fortgesetzt. Laut der Internetseite eines Immobilienmaklers aus Westoverledingen entstehen dort sieben Ferienwohnungen (zu Preisen von 983.000 bis 1,3 Mio. Euro), und auch die heute laut Bebauungsplan erforderliche Dauerwohnung wird gebaut (für 834.000 Euro). Das Haus war früher Personalwohnhaus vom Strandhotel Kurhaus. Die Planungen für den Umbau und Umnutzung sollen wohl von der Kanne Group aus Heede, die damals noch am Kurhaus beteiligt war und sich bereits vor der Insolvenz aus dem Projekt mitsamt dem Haus und Grundstück verabschiedet hatte, stammen. Später hat diese es dann an einen Investor aus Norddeutschland verkauft. Da aber der Bauschein nicht, wie vom Landkreis sonst gefordert, öffentlich ausgehängt ist, können wir allerdings nicht sagen, wer hier tatsächlich Bauherr ist. Auch hier entstand das erste Bild Mitte November, das zweite wurde heute aufgenommen.
Foto 10: Auch der in der vergangenen Bausaison begonnene Umbau und Sanierung mit energetischen Maßnahmen für das Haus „Frerichs“ in der Gräfin-Theda-Straße 13 wurden in diesem Winter fortsetzt. Hier verhält es sich ähnlich wie in der Friesenstraße, da auch hier kein Bauschein ausgehängt ist, weiß man auch hier nicht, wer als Bauherr verantwortlich zeichnet. (UPDATE: Ein aufmerksamer Leser hat sich daran erinnert, dass im letzten August dort noch das erforderliche Bauschild ausgehängt war und hatte dieses sogar fotografiert. Danke für die Zusendung. Bauherr ist demzufolge eine Firma Schlemm Family Office GmbH & Co. KG in Bremen, als Bauvorhaben wird der Umbau und die Erweiterung eines Wohn- und Pesonalhauses zu einem Wohnhaus mit 14 Wohneinheiten genannt.)
Da wird aus technischen Gründen nur maximal zehn Fotos einstellen können, gibt es noch einen weiteren Teil von "Winterzeit ist Bauzeit" mit den weiteren Bildern.
TEXT UND FOTOS: STEFAN ERDMANN

