Newsbeiträge
News: Winterzeit ist Bauzeit: Seit 1. Oktober darf wieder gebaut werden
Die Winterbausaison 2026/27 hat auf Juist wieder begonnen. Diese Zeit läuft auf Juist vom 1. Oktober bis 30. April, das ist aber auf den Inseln nicht einheitlich festgelegt. Es gibt auch Inseln, da darf schon ab 1. oder 15. September gebaut werden, bei anderen gehört der Mai noch zur Bauzeit. Auf Norderney wurde diese wegen des teilweise strengen Winters diesmal sogar bis zum 15. Juni verlängert.
Wir haben uns schon mal umgeschaut, beginnen wollen wir mit drei Baustellen, wo die Arbeiten bereits abgeschlossen sind.
Am Haus Eckart von der evangelischen Kirchengemeinde (Foto 1 oben auf der Startseite) war der Vorbau am Haupteingang abgängig und drohte sogar einzustürzen. Durch das Juister Baugeschäft Heiken wurde ein Gerüst aufgestellt und der Vorbau erneuert. Zudem wurde die Regenwasserentwässerung an der Ostseite optimiert. Foto 2 zeigt den fertigen Vorbau.
Fotos 3 und 4: Nicht weit davon entfernt auf dem Friedhofsweg gab es eine weitere Baustelle, die inzwischen ebenfalls fertig ist.
Hier hatte sich eine sehr große Beule mitten im Gehweg gebildet, die zu einer Gefahrenstelle für Fußgänger und Radfahrer geworden war, so Carina Janssen-Visser, Leiterin der Abteilung Bauunterhaltung bei der Inselgemeinde. Weiter sagte sie:„Daher haben die Kollegen vom Bauhof die Straße geöffnet um das vermutete Wurzelwerk, das die Steine angehoben hat, zu entfernen. Dabei haben wir aber sehr viele Wurzeln und einen Gehweg unter dem Gehweg gefunden“. Daraufhin wurde die tieferliegende zweite Pflasterung entfernt, der Kanal Richtung Haus Eckard auf Wurzelfreiheit überprüft und dann konnte die Pflasterung noch wieder hergestellt werden. Janssen-Visser: „Jetzt ist die Ecke wieder schick und unfallfrei passierbar.“
Foto 5: Auch Carinas Bruder Hauke Janssen-Visser, Leiter der NLWKN-Betriebsstätte Juist, hat bereits eine Baustelle gehabt, die fertig ist. Südlich vom neuen Feuerwehrhaus, wo die Regenwasserentwässerung unter dem Deich zum Hafen hin läuft, hat es eine Versackung am nördlichen Teil des Grabens gegeben. Diese musste unverzüglich behoben werden, so Janssen-Visser, denn in dem Bereich läuft das Regenwasser nicht nur von Osten her, sondern auch von der Westseite ab. Unser Foto zeigt die abgeschlossene Baustelle.
Foto 6: Eine weitere Baustelle hat der Segelklub Juist (SKJ), hier wurden erste Vorbereitungen durchgeführt. Im vergangenen Winter entstand ein umfangreicher Frostschaden unter dem Fußboden des Sanitärgebäudes. Der wurde erst im Frühjahr entdeckt, als die Anlage wieder in Betrieb genommen werden sollte. Das war zu spät in der Jahreszeit für die recht aufwendige Reparatur, deshalb wurden kurzfristig drei Container mit Toiletten und Duschen besorgt, die in der abgelaufenen Sommersaison als Notlösung für die Bootsfahrer und Besucher der Hafenbar dienten. Diese sind auf dem Foto noch zu sehen, vor einigen Tagen wurden sie aber abgebaut und per Frachter wieder aufs Festland verschifft. Da ohnehin in den nächsten Jahren eine Sanierung des Gebäudes erfolgt wäre, wird dieses jetzt zusammen mit der Frostreparatur durchgeführt, so dass sich die Wassersportler im kommenden Jahr auf eine frisch sanierte und modernisierte Anlage freuen können.
Foto 7: Auch am ehemaligen Haus „Südwind“ in der Friesenstraße, wo hochwertige und teurer Zweitwohnungen entstehen, wird nunmehr weiter gemacht. Inzwischen ist es die dritte Bausaison, wo hier gearbeitet wird, so dass man gespannt sein darf, ob im kommenden Frühjahr alles unter Dach und Fach ist.
Foto 8: Auch am ehemaligen Haus „Frerichs“ in der Gräfin-Theda-Straße geht es weiter. Wie beim Haus „Südwind“ gehen auch hier die Arbeiten in die dritte Bausaison.
Foto 9: Auch das gehört zum Thema Bauzeit: Juist hat in den letzten 25 Jahren zahlreiche Handwerksbetriebe verloren, sei es Baugeschäfte, Elektro- Maler- und Klempnerbetriebe oder Tischlereien. Erfreulich ist dabei einen gegenläufiger Trend beim Heizungsbau- und Sanitärbaubetrieb HE Juist. Wie der Betrieb auf seiner Facebookseite mitteilte, beginnt dort ein neues Kapitel, denn nach über 30 Jahren hat sich Firmengründer Peter Hahn in diesem Monat endgültig in den Ruhestand verabschiedet. Er übergab das Unternehmen an Torsten Eilers, David Schuler und Mareike Baumgärtner (geb. Hahn). Eilers und Schuler sind schon länger im Betrieb und verfügen beide über die entsprechenden Meisterbriefe. Bereits vor einigen Jahren wurde der Firmenstandort im Haus „Karlsruhe“ in die Umschlag- und Gewerbehalle am Hafen verlegt, nachdem dort die Räume vom Getränkehandel Altmanns frei wurden. (Foto v.l.n.r. David Schuler, Mareike Baumgärtner und Torsten Eilers)
Foto 10: Es wird auch in diesem Jahr wieder viele kleinere Arbeiten in den Häusern geben, die teils von Betrieben, teils von den Hauseigentümern selbst durchgeführt werden. Und wenn man dafür etwas benötigt, dann fährt man zu „Schrauben und Gedöns“ in der Strandstraße. Wenn der allerdings dicht ist, dann gibt es in den meisten Fällen keine Alternative auf Juist. Daher hat Inhaber Thomas Lohmann, der übrigens trotz familiären Veränderungen weiterhin auf Juist seinen Betrieb weiterführen will, schon jetzt seine Urlaubszeiten festgelegt. So ist auf einem Schild im Schaufenster bereits jetzt sichtbar, wann das Geschäft im Winterhalbjahr geschlossen ist. Wir stellen es zur Info hier ebenfalls mit ein, damit man sich darauf vorbereiten kann.
Inzwischen wurden auch zwei Baukräne aufgestellt, da aber pro Folge nur maximal zehn Fotos hinzugefügt werden können, sind das Punkte für den nächsten Teil von „Winterzeit ist Bauzeit“.
TEXT: STEFAN ERDMANN
FOTOS: STEFAN ERDMANN (9), HE-JUIST (via Facebook) (1)

