| Oldenburg (AP) Die Nordseeinseln Wangerooge und Borkum haben ihren Rechtsstreit gegen zwei geplante Offshore-Windparks verloren. Der Blick aufs Meer werde nicht stärker beeinträchtigt als zulässig, entschied das Verwaltungsgericht Oldenburg am Donnerstag und wies damit die Klagen der beiden Inselgemeinden gegen die Windparks Nordergründe und Riffgatt als unzulässig ab. Eine Verletzung von Selbstverwaltungsrechten der Gemeinden durch die Windparks sei ausgeschlossen, urteilten die Richter. Der Windpark Nordergründe ist von Wangerooge 14,5 Kilometer entfernt, der Windpark Riffgatt von Borkum 13 Kilometer. Die Inselgemeinden beriefen sich unter anderem darauf, dass der freie Blick aufs Meer durch die Windenergieanlagen beeinträchtigt werde. Nach Auffassung der Verwaltungsrichter konnten sie aber nachteilige Folgen für ihren Tourismus und ihren Kurortstatus nicht überzeugend darlegen. Das Risiko von Schiffshavarien an den Windrädern könne nicht den Windparks zugerechnet werden, sondern gehe von den Schiffen aus, urteilte das Verwaltungsgericht zudem. Auch die Verletzung europäischer Naturschutzrichtlinien könnten die beiden Inseln nicht geltend machen. |