| Arbeiten am Otto-Leege-Lehrpfad im vollen Gange |
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Nachdem im Herbst 2009 Pflasterarbeiten an einzelnen Stationen durchgeführt wurden, haben in der letzten Woche die Montagearbeiten für den Holzbohlenweg und die große Plattform an der wattseitigen Düne begonnen. Die außergewöhnlich lange Frost- und Schneeperiode in diesem Winter, die allerorts Verkehr und Außenarbeiten stark behindert, stellt auch für die Arbeiten am Otto-Leege-Pfad eine große Herausforderung dar, die es schnellstens zu bewältigen gilt. Schließlich steht nur eine begrenzte Zeit während der Wintermonate zur Verfügung.
Am 1. Mai, wenn die Saison beginnt, müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. So führte die Zimmereigemeinschaft "Holzfreunde" die Zuschnitt- und Abbundarbeiten auf ihrem Bauplatz bei Brake im Januar 2010 durch, um in Juist gleich mit der Montage beginnen zu können. Der strenge Winter machte ihnen anfangs einen Strich durch die Rechnung. Die vorgesehenen Beton-Punktfundamente für die Pfosten des Holzbohlenwegs, der Plattformen und der Dünentreppe hätten bei den Minustemperaturen nicht ausgeführt werden können, da zur Zementverarbeitung mindestens + 5° C notwendig sind. Zum Glück konnte auf die geplanten Betonarbeiten verzichtet werden, da die Zimmerleute buchstäblich in letzter Minute eine neue technische Idee einbrachten. Statt der Betonfundamente schlugen sie feuerverzinkte Schraubfundamente vor.
Dieser Vorschlag wurde vom Institut geprüft, eine statische Berechnung angefertigt, dem Landkreis und dem NLWKN zur Genehmigung vorgelegt und akzeptiert. In aller Eile wurden nun bei der Firma Krinner GmbH in Straßkirchen (Niederbayern) die nötigen Schraubfundamente bestellt. Die entsprechenden Pfostenträger wurden im Institut konstruiert und bei der Firma AMF Gustav Bruns mit Sitz in Apen aus V 2 A angefertigt. Das Otto-Leege-Institut achtet jeweils darauf, dass dem rauhen Klima der Insel angepasste Materialien - wie in diesem Fall Edelstahl - verwendet werden. So können nun trotz winterlicher Temperaturen die Baumaßnahmen am Otto-Leege-Pfad planmäßig ausgeführt werden. Die umweltgerechtere Verwendung von Schraubfundamenten gegenüber den Beton-Punktfundamente wird hoffentlich auch einige Umweltschützer/innen erfreuen, denen die Verwendung von Beton im Nationalpark ein "Dorn im Auge" war.


Unsere Fotos zeigen die Einbauarbeiten der Schraubfundamente, auf der Zeichnung sind der geplante Weg und die Standorte der einzelnen Stationen zu sehen. (Siehe hierzu auch unser Artikel "Otto-Leege-Lehrpfad soll kein künstlerischer Weg werden".) JNN-Fotos/Zeichnung: Otto-Leege-Institut
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geschrieben von: S.Erdmann am 28. Februar 2010 1438 Aufrufe |
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