| Sturmflut am Sonntag: Keine besonderen Vorkommnisse |
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Hochwasser in Südniedersachsen – Sturmflut an der Küste: Das Orkantief Xynthia bescherte der Küste und den Ostfriesischen Inseln in der Nacht von Sonntag auf Montag eine leichte Sturmflut, übrigens die erste in diesem Jahr und die zweite überhaupt in dieser Sturmflutsaison. Bereits am Freitagmorgen hatte der Sturmflutwarndienst des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) auf um mindestens einen Meter erhöhte Wasserstände hingewiesen und damit auch auf die Überflutungsgefahr für Strände und Vorländer.
Die Prognosen sollten sich bestätigen: Das Tidehochwasser lief auf den Inseln etwa einen Meter höher auf als normal; am Emssperrwerk wurde ein um 1,45 m höherer Wasserstand gemessen; in Cuxhaven waren es 1,13 m und in Bremerhaven 1,37 m. Hans-Gerd Coldewey vom Sturmflutwarndienst des NLWKN nannte die erhöhten Wasserstände „eine ganz normale Wintersturmflut“ und erinnerte an die beiden schweren Sturmfluten im November 2006 und 2007 mit Höchstwasserständen von 2,55 m über dem mittleren Tidehochwasser am Pegel Norderney. Der Bereitschaftsdienst des NLWKN hatte die Vorhersagen am Wochenende laufend aktualisiert; Interessierte können sich im Internet unter www.nlwkn.de informieren.
Das Orkantief Xynthia zog von Portugal kommend von Südwest nach Nordost. Während die höchsten Windböen mit Orkanstärke im Binnenland gemessen wurden – auf dem Brocken gab es einen Spitzenwert von 180 km/h – erreichte der Wind an der Küste nur zwischen 60 und 70 Stundenkilometer.
Zwei Sturmfluten seit Oktober 2009 – es war bisher ein ruhiger Winter. Ganz anders der Winter 2007/2008, der 15 Sturmfluten brachte, die letzten drei am 1. März 2008 (Orkantief „Emma“) sowie am 12. und 13. März 2008, als Sturmtief „Kerstin“ der Küste und den Inseln zwei Sturmfluten nacheinander bescherte. Das waren gleichzeitig die schwersten Sturmfluten in jüngster Zeit.
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geschrieben von: NLWKN am 03. März 2010 807 Aufrufe |
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